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Steigende Ölpreise: Neue Inflationswelle in Deutschland befürchtet

Die Eskalation des Nahostkonflikts könnte die Inflation in Deutschland deutlich stärker antreiben als bislang erwartet. Nach neuen Berechnungen des ifo Instituts könnte die Energieinflation infolge des Iran-Krieges auf 8,3 Prozent steigen. Noch im März war mit weniger als einem Prozent gerechnet worden.

Für die privaten Haushalte könnten dadurch zusätzliche Ausgaben von insgesamt rund 16,8 Milliarden Euro entstehen.

Besonders betroffen wären demnach einkommensschwache Haushalte sowie ältere Menschen, da Energie einen vergleichsweise großen Teil ihrer Ausgaben ausmacht. Experten bringen deshalb eine erneute Energiepreispauschale nach dem Vorbild von 2022 ins Gespräch.

Der Ökonom Prof. Reiner Osbild, Gastforscher am Institut für konservative Wirtschaftspolitik, warnt zudem vor Folgewirkungen höherer Ölpreise. Steigende Kosten für Kraftstoffe, Heizung und Transporte könnten sich nach seiner Einschätzung auf zahlreiche Gütergruppen und insbesondere Lebensmittel auswirken. Zugleich sieht Osbild derzeit noch keine flächendeckende Gefahr, dass Rentner zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten Kredite aufnehmen müssten.

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