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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee erbeutet NATO-Waffen in Nowomichailowka

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee erbeutet NATO-Waffen in NowomichailowkaQuelle: Sputnik © Stanislaw Krassilnikow
  • 22.04.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Gouverneur: Ukrainische Angriffe auf Gebiet Belgorod töteten 120 Zivilisten, darunter elf Kinder

    Seit dem Beginn der ukrainischen Angriffe auf das Gebiet Belgorod sind insgesamt 120 Menschen ums Leben gekommen, darunter elf Kinder. Das erklärt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow in einer Videobotschaft. Weitere 651 Zivilisten, unter ihnen 51 Kinder, wurden verletzt.

  • 21:50 Uhr

    Biden verspricht Selenskij weitere Militärhilfepakete

    US-Präsident Joe Biden hat seinem ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij weitere Unterstützung in Aussicht gestellt. Wie der Pressedienst des Weißen Hauses mitteilt, führten die beiden Staatschefs am Montag ein Telefonat. Sobald der US-Senat die zusätzliche Finanzierung für Prioritäten der nationalen Sicherheit gebilligt und Biden das entsprechende Gesetz unterzeichnet habe, würde die Regierung kurzfristig erhebliche Pakete an weiterer Militärhilfe für die Ukraine präsentieren, versprach der US-Präsident. Damit wolle Washington den Bedürfnissen der Ukraine auf dem Schlachtfeld und bei der Luftverteidigung entsprechen.

    Zudem betonte Biden, dass die US-Hilfen einen Beitrag leisten würden zur Finanzstabilität, zum Wiederaufbau der kritischen Infrastruktur und zu Reformen in der Ukraine auf ihrem Weg zur euro-atlantischen Integration.

  • 21:35 Uhr

    Ukraine greift Gorlowka in DVR mit Drohne an – ein Zivilist verletzt

    Eine ukrainische Drohne hat einen Sprengsatz in der Stadt Gorlowka, Donezker Volksrepublik, abgeworfen. Im Ergebnis wurde ein Zivilist verletzt, teilt der Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mit.

    Nach Angaben der DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen wurde das Abwerfen des Sprengsatzes um 19:20 Uhr Ortszeit registriert.

  • 21:18 Uhr

    Borrell verspricht Anfang Juni erste Munitionslieferungen im Rahmen der tschechischen Initiative

    Erste Lieferungen im Rahmen der tschechischen Munitionsinitiative für Kiew werden Anfang Juni erwartet, erklärt der EU-Chefdiplomat Josep Borrell nach einem Treffen des EU-Rats in Luxemburg. Wörtlich heißt es laut TASS wie folgt:

    "Die ersten Munitionslieferungen kommen zwischen Ende Mai und dem 1. Juni."

    Im Rahmen der Initiative gibt Prag mehr als 500 Millionen Kronen (rund 20 Millionen Euro) für die Artilleriemunition für Kiew aus. Zudem hätten sich nach Angaben des Finanzministers Zbyněk Stanjura 20 Länder dem Vorhaben angeschlossen. Tschechiens Regierungschef Petr Fiala erklärte, es seien bisher 500.000 Schuss Artilleriemunition für Kiew gekauft worden.

  • 21:00 Uhr

    Russische Armee erbeutet NATO-Waffen in Nowomichailowka

    Die russische Armee hat in der befreiten Ortschaft Nowomichailowka ukrainische Waffen aus NATO-Produktion erbeutet. Dies erklärt gegenüber Journalisten der Chef einer Kompanie des Truppenverbandes Ost mit dem Decknamen "Artist".

    Der Soldat zählte solche Beutestücke auf wie Javelin-Panzerabwehrwaffen, Maschinengewehre des Kalibers 7,62 aus US-Produktion, ein Maschinengewehr vom Typ Canik aus türkischer Produktion, eine Panzerabwehrwaffe vom Typ Carl Gustaf aus schwedischer Produktion und mehrere sogenannte Einweg-Granatwerfer. Außerdem wurden in Nowomichailowka die international geächteten Phosphorgranaten entdeckt.

  • 20:39 Uhr

    Auch das noch – Habeck erklärt sich zum Rüstungsindustrieminister

    Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck hat sich zum "Rüstungsindustrieminister" erklärt. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk tat er kund, dass man "die Wehrindustrie in Deutschland höher skalieren" müsse. Die Ukraine solle die nötigen Waffen kriegen. Wenn sie diese nach einem Sieg nicht mehr benötige, werde die Bundeswehr sie brauchen.

    Ein Video dazu hier auf unserer Webseite.

  • 20:16 Uhr

    Borrell: Unter EU-Ministern keine Einigkeit über Flugabwehr für Ukraine

    Bei einem Treffen am Montag konnten die EU-Minister für Äußeres und Verteidigung keine konkreten Entscheidungen über die Lieferung von Flugabwehrraketensystemen an die Ukraine treffen. Dies erklärt Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, bei einer Pressekonferenz in Luxemburg. Mit dieser Frage müssten sich nun die nationalen Regierungen auseinandersetzen. TASS zitiert den Beamten wie folgt:

    "Tut mir leid, aber wir haben keine Patriot-Systeme hier in Brüssel, sie sind in den Hauptstädten. Die Mitgliedstaaten kehren in ihre Hauptstädte mit vollem Verständnis der Bedürfnisse und Forderungen zurück. Ich bin mir sicher, dass sie die entsprechenden Entscheidungen treffen werden."

  • 19:51 Uhr

    Peskow: Russlands Bereitschaft zur Lösung des Konflikts ist keine Friedensinitiative

    Russlands Präsident, Wladimir Putin, hat die Bereitschaft des Landes zu einer friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts mehrmals festgestellt, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow im Fernsehsender Perwy Kanal. Dies sollte aber als "gut bekannte konsequente Position des Staatsoberhauptes" und nicht als Friedensinitiative angesehen werden.

    Außerdem erinnert Peskow daran, dass Kiew nach wie vor die Möglichkeit von Friedensverhandlungen mit Moskau gesetzlich ablehne. In dieser Frage bleibe die Position der Ukraine unverändert.

  • 19:21 Uhr

    Knauf verlässt Russland – Staatsanwaltschaft in Deutschland prüft Berichte über Teilnahme der Firma an Bauarbeiten in Mariupol

    Nach mehr als 30 Jahren in Russland will sich das deutsche Unternehmen Knauf aus dem Land zurückziehen. Laut einer Erklärung des weltweit größten Baustoffproduzenten werde das Geschäft an das lokale Management verkauft, um die mehr als 4.000 Arbeitsplätze für die Zukunft zu bewahren. Für den Abschluss des Deals benötige Knauf nach eigenen Angaben noch eine Genehmigung vonseiten der zuständigen Behörden in Russland.

    In der Erklärung werden keine Gründe für den Verkauf genannt. Anfang März hatte die ARD dem Unternehmen allerdings vorgeworfen, am Wiederaufbau der Stadt Mariupol beteiligt zu sein. Auf Fotoaufnahmen von Baustellen in der zerstörten Stadt seien demnach Produkte mit dem Knauf-Logo zu sehen gewesen. Das Unternehmen betonte damals, es liefere seit Februar 2022 keine Waren mehr nach Russland und exportiere zudem nichts aus diesem Land. Baustoffe nach Mariupol habe Knauf ebenso wenig geliefert, hieß es.

    Vor dem Hintergrund der Medienberichte leitete die Staatsanwaltschaft Würzburg eine Prüfung in Bezug auf Knaufs vermeintliche Aktivitäten in Mariupol ein. Wie ein Sprecher der Behörde gegenüber RIA Nowosti betonte, liege kein Verdacht gegen das Unternehmen vor. Im Laufe der Prüfung werde die Staatsanwaltschaft die Medienberichte untersuchen und feststellen, ob es überhaupt einen Grund für die Verdächtigungen gebe.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.