
Tusk: Kommende Monate werden für Ukraine kritisch

Der kommende Herbst bzw. Winter wird für die Sicherheit Polens und der Ukraine entscheidend sein, sagt Polens Ministerpräsident Donald Tusk. In einem Auftritt im Rahmen der Veranstaltung "Polen der Zukunft" am 29. August führte er aus:
"Wir sollen zu unterschiedlichen Entwicklungsszenarien der Ereignisse bereit sein. Zweifellos werden die nächsten sieben Monate kritisch. Der ukrainisch-russische Krieg befinden sich an einem Wendepunkt."
Tusk warf Russland vor, im Konflikt mit der Ukraine eine weitere Eskalation vorzubereiten. Ein angebliches "Signal" dafür sei der Besuch des CIA-Chefs John Ratcliffe in Moskau gewesen. Polens Regierungschef gab zudem an, über Aufklärungsdaten zu verfügen, wonach Russland eine neue Mobilmachung plane. Dabei behauptete Tusk, dass Warschau keinen Konflikt wolle:

"Ich bin der Letzte, der Streit sucht. Ich mag keinen Romantismus in der Politik. Wissen Sie, ich träume nicht von Ulanenangriffen in wilder Steppe. Ich tue alles, um Polen vor irgendwelchen Konflikten mit den Nachbarn zu bewahren."
Zuvor hatte Ratcliffe am 25. August Moskau besucht. The Wall Street Journal und Politico meldeten daraufhin, dass eines der Ziele des Besuchs sei, Moskau vor Angriffen gegen NATO-Staaten zu warnen. US-Präsident Donald Trump wies diese Angaben zurück und merkte an, dass sich Ratcliffe und der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes Sergei Naryschkin regelmäßig "ein- oder zweimal im Jahr" treffen.
Auf russischer Seite bestätigte Naryschkin das Treffen mit dem CIA-Chef und erklärte, dass dabei Angelegenheiten thematisiert wurden, die in den Zuständigkeitsbereich der Geheimdienste fallen. Der Pressesekretär des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bezeichnete Publikationen der westlichen Medien über Moskaus angebliche Angriffspläne gegen NATO-Staaten als "Realitätsverzerrung".
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor am 23. Juni erklärt, dass westliche Staaten offen von Kriegsvorbereitungen gegen Russland sprechen, ihre Militärausgaben aufstocken und dabei Behauptungen über eine angebliche russische Bedrohung als Deckmantel nutzen.
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