
Peskow: Europa kann nicht Vermittler im Ukraine-Konflikt sein

Europa ist derzeit Konfliktpartei im Ukraine-Krieg, erklärte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bei einer Pressenkonferenz. Damit reagierte er auf eine entsprechende Journalistenfrage. Es könne nicht vergessen werden, dass von europäischen Ländern an Kiew gelieferte Waffen gegen russische Soldaten eingesetzt würden, betonte der Kremlsprecher. Und er fügte hinzu:
"Daher kann Europa in einer solchen Situation natürlich nicht den Anspruch erheben, in irgendeiner Weise als Vermittler zu fungieren."
Auf die weitere Frage, ob Russland es ablehnen würde, wenn Europa eine Vermittlung im Ukraine-Konflikt anbieten würde, antwortete Peskow mit Ja. "Sie kämpfen gegen uns aufseiten der Ukraine", betonte der Sprecher.
Ferner ging Peskow darauf ein, dass es Europa gewesen sei, das einen Dialog mit der russischen Seite abgelehnt habe.

"Die größte Dummheit, die die Europäer und die Leute in Brüssel begehen, ist die kategorische Ablehnung jeglichen Dialogs mit Russland", erklärte der Kremlsprecher. Es sei unmöglich, Probleme zu lösen, ohne diese zu diskutieten.
Zugleich bezeichnete Peskow die Tatsache, dass Europa derzeit diejenigen "auswählt", die den Dialog mit Moskau aufnehmen könnten, als "positiv". Das sei natürlich zu begrüßen, fügte er hinzu.
Nach Angaben internationaler Diplomaten wird Finnlands Präsident Alexander Stubb auf eine wichtige Aufgabe vorbereitet, wie die finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat (HS) kürzlich unter Berufung auf eigene Quellen berichtete. Stubb könnte demnach eine zentrale Rolle in den Ukraine-Gesprächen mit Russland einnehmen, auf die sich Europa derzeit vorbereite.
In den damit verbundenen Spekulationen werde der Name von Präsident Stubb häufig genannt, da die Europäische Union nach einem Vertreter für mögliche Friedensgespräche suche, hieß es in dem Bericht.
Die EU-Außenminister würden in der kommenden Woche in Zypern über die Ziele der Staatengemeinschaft sowie die Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen mit Moskau beraten, teilte das Blatt ferner mit. Das Thema dürfte auch auf der Tagesordnung des EU-Gipfels im Juni stehen.
Mehr zum Thema - Medien: EU betrachtet Alexander Stubb als Chefverhandler mit Moskau
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.