
Kasachstan: Todesopfer bei Militärmanöver im Kaspischen Meer
Eine Marineübung am Kaspischen Meer in Kasachstan endete mit einer Tragödie. Das Manöver kostete mehrere kasachische Soldaten das Leben. 17 Soldaten wurden von einer großen Welle ins Meer gespült. Bei der Rettungsaktion wurden die Leichen von 14 Soldaten gefunden. Drei Militärangehörige wurden gerettet.
Die Tragödie ereignete sich am Donnerstag im Gebiet Mangghystau. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums des Landes waren eine plötzliche Verschlechterung der Wetterbedingungen und das Auffrischen des Windes die Ursache für den Vorfall. Wie das Nachrichtenportal Tengrinews.kz mitteilte, habe der nationale hydrometeorologische Dienst Kazhydromet am Mittwoch, kurz vor Beginn der Übungen im Gebiet Mangghystau, offiziell eine Warnung vor auffrischendem Wind in dieser Region veröffentlicht. Die Warnung galt auch am Donnerstag, dem Tag der Tragödie.
An dem groß angelegten Such- und Rettungseinsatz seien 252 Einsatzkräfte, 34 Spezialfahrzeuge, 37 Militärtaucher, 14 Wasserfahrzeuge sowie mehr als 20 Luftfahrzeuge beteiligt gewesen, berichtete das Verteidigungsministerium des Landes.
Die Generalstaatsanwaltschaft Kasachstans hat ein Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit mit schwerwiegenden Folgen sowie wegen Verstoßes gegen die Schifffahrtsvorschriften eingeleitet. "Die Ermittlung wird mit größter Sorgfalt, Objektivität und in kürzester Zeit durchgeführt. Alle Amtsträger, deren Handeln oder Unterlassen zu dieser Tragödie geführt hat, werden mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft", sagte der stellvertretende Premierminister Kanat Bosumbajew. Auf Anweisung des Präsidenten habe die Regierung eine Sonderkommission gebildet, um alle Einzelheiten des Vorfalls zu klären, fügte er hinzu.

Der Präsident Kasachstans, Kassym-Schomart Tokajew, hat den Freitag nach dem Tod von Militärangehörigen im Kaspischen Meer zum Tag der nationalen Trauer erklärt. Dies teilte der Pressedienst des Präsidenten mit. Der russische Präsident Wladimir Putin hat Tokajew sein Beileid zu dem tragischen Vorfall während des Manövers im Kaspischen Meer ausgesprochen.
Am Dienstag gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass im kasachischen Sektor des Kaspischen Meeres das Manöver Chasarenfestung–2026 begonnen habe. Daran beteiligten sich mehr als 500 Angehörige der Marine, Besatzungen von Kriegsschiffen und Küsteneinheiten sowie Kräfte der Küstenwache des Grenzdienstes für die Region Mangghystau und der Luftverteidigungskräfte Kasachstans.
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